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Abdichtungssysteme – Außenabdichtung, Innenabdichtung und Abdichtungsaufbau
Abdichtungssysteme dienen dem Schutz erdberührter Kellerbauteile vor Feuchtigkeit und Wasser. Je nach Baukonstruktion kommen Außenabdichtungen, Innenabdichtungen oder ergänzende Abdichtungsmaßnahmen infrage. Die technische Ausführung richtet sich nach der Wasserbeanspruchung, dem Untergrund und den baulichen Gegebenheiten.
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Kosten-Keller.de.
Außenabdichtung
Eine Außenabdichtung wird auf der wasserzugewandten Seite erdberührter Kellerbauteile ausgeführt. Sie soll verhindern, dass Feuchtigkeit oder Wasser von außen in die Bauteilkonstruktion eindringt. Die Ausführung kann bereits beim Neubau oder im Rahmen einer nachträglichen Abdichtung erfolgen.
Bei bestehenden Gebäuden kann die Freilegung der Kelleraußenwände erforderlich sein. Untergrundvorbereitung, Abdichtungsschichten, Anschlüsse und Schutzmaßnahmen müssen auf die vorhandene Konstruktion abgestimmt werden.
Erdberührte Kellerwände
Die Außenabdichtung schützt Kellerwände gegenüber der jeweiligen Wasserbeanspruchung aus dem angrenzenden Erdreich.
Untergrundvorbereitung
Vorhandene Beschichtungen, Unebenheiten und schadhafte Bereiche können die Haftung und Funktion der Abdichtung beeinflussen.
Schutzschichten
Geeignete Schutzmaßnahmen können verhindern, dass die fertige Abdichtung beim Verfüllen oder durch spätere Beanspruchungen beschädigt wird.
Besondere Anforderungen bestehen an Anschlüssen, Fugen und Rohrdurchführungen. Diese werden unter
Abdichtungsdetails
beschrieben.
Innenabdichtung
Eine Innenabdichtung wird auf der raumseitigen Oberfläche von Kellerbauteilen ausgeführt. Sie kann bei bestehenden Gebäuden infrage kommen, wenn eine Außenabdichtung nicht oder nur mit erheblichem baulichem Aufwand möglich ist.
Im Unterschied zur Außenabdichtung verhindert eine Innenabdichtung nicht zwangsläufig den Feuchtigkeitseintritt in das Bauteil selbst. Deshalb sind die Auswirkungen auf Mauerwerk, angrenzende Bauteile und Feuchteverteilung zu berücksichtigen.
Raumseitige Abdichtung
Die Abdichtung wird auf geeigneten Innenflächen ausgeführt und soll den Wasserdurchtritt zur Raumseite begrenzen.
Feuchtigkeit im Bauteil
Die äußere Wasserbeanspruchung kann weiterhin bestehen. Dadurch können Feuchtebelastungen innerhalb der Konstruktion verbleiben.
Bestandsgebäude
Bei nachträglichen Innenabdichtungen sind der vorhandene Wandaufbau, mögliche Salzbelastungen und angrenzende Bauteile zu berücksichtigen.
Innenabdichtungen erfordern eine auf das Gebäude abgestimmte Planung. Insbesondere bei drückendem Wasser und geschädigtem Mauerwerk können besondere konstruktive Anforderungen bestehen.
Abdichtungsaufbau
Ein Abdichtungssystem besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Bestandteilen. Dazu gehören die Vorbereitung des Untergrunds, die eigentliche Abdichtungsschicht sowie die Ausbildung von Anschlüssen und gegebenenfalls erforderlichen Schutzlagen.
Die verwendeten Abdichtungsstoffe können sich hinsichtlich Verarbeitung, Schichtdicke, Verformbarkeit und zulässiger Wasserbeanspruchung unterscheiden. Entscheidend ist das Zusammenwirken der einzelnen Systembestandteile.
Untergrund
Die Beschaffenheit des Untergrunds beeinflusst die Haftung, Verarbeitung und dauerhafte Funktion der Abdichtung.
Abdichtungsschicht
Je nach System kommen beispielsweise Dichtungsbahnen, Bitumendickbeschichtungen oder geeignete mineralische Abdichtungsstoffe zum Einsatz.
Anschlüsse und Schutz
Bauteilanschlüsse, Durchdringungen und Schutzmaßnahmen müssen auf die verwendete Abdichtung und die baulichen Bedingungen abgestimmt sein.
Eigenschaften und Einsatzbereiche verschiedener Abdichtungsstoffe werden unter
Abdichtungsmaterialien
näher erläutert.
Technische Anforderungen und Systemauswahl
Die Planung eines Abdichtungssystems richtet sich nach der Wasserbeanspruchung, dem Bauteilaufbau und dem Zustand des Gebäudes. Für Abdichtungen erdberührter Bauteile mit bahnenförmigen und flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen enthält die DIN 18533 wesentliche technische Anforderungen.
Bei nachträglichen Abdichtungen bestehender Bauwerke können ergänzend die einschlägigen WTA-Merkblätter herangezogen werden. Eine Bestandsuntersuchung ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn Feuchtigkeitsschäden bereits vorhanden sind.
Wasserbeanspruchung
Bodenfeuchte sowie nicht drückendes oder drückendes Wasser stellen unterschiedliche Anforderungen an die Planung und Ausführung der Abdichtung.
Baukonstruktion
Mauerwerk, Beton, vorhandene Abdichtungsschichten und der bauliche Zustand beeinflussen die technischen Möglichkeiten.
Ausführungskontrolle
Schichtdicken, Anschlüsse, Verarbeitungsbedingungen und Schutzmaßnahmen sind wesentliche Aspekte der Qualitätssicherung.
Feuchteflecken, Salzausblühungen oder Wassereintritt können auf unterschiedliche Ursachen hinweisen. Weitere Informationen enthält der Beitrag
Feuchtigkeitsschäden.
Die Inhalte auf Kellerabdichtungen.de dienen allgemeinen Informationszwecken. Sie beschreiben Abdichtungssysteme und technische Rahmenbedingungen, ohne bestimmte Verfahren, Produkte, Hersteller oder Fachbetriebe zu empfehlen. Eine konkrete Planung setzt die Prüfung der jeweiligen baulichen Verhältnisse voraus.
FAQ – Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Außenabdichtung und Innenabdichtung?
Eine Außenabdichtung wird auf der wasserzugewandten Seite eines Kellerbauteils ausgeführt. Eine Innenabdichtung befindet sich auf der Raumseite und verhindert nicht zwangsläufig, dass Feuchtigkeit in das Bauteil selbst eindringt.
Welche Bestandteile gehören zu einem Abdichtungssystem?
Ein Abdichtungssystem umfasst die Untergrundvorbereitung, geeignete Abdichtungsschichten, Anschlüsse und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen. Die einzelnen Bestandteile müssen technisch aufeinander abgestimmt sein.
Welches Abdichtungssystem ist für einen Keller geeignet?
Die Eignung hängt unter anderem von der Wasserbeanspruchung, dem Bauteilaufbau, vorhandenen Schäden und den technischen Eigenschaften des Systems ab. Eine allgemeingültige Auswahl ist ohne Prüfung der baulichen Verhältnisse nicht möglich.
